Sie ist wohl die berühmteste Kaffeesorte, welche auch ”Bergkaffee” genannt wird.
Egal, ob als Pulver, Pad, ungemahlen oder als Kapsel, mit einem Weltmarktanteil von 60% ist sie die beliebteste Sorte. Sie kommt nicht, wie fälschlicher Weise angenommen aus Arabien, sondern ursprünglich aus Äthiopien. Heutzutage findet man ihn aber auch in tropischen und subtropischen Ländern, überwiegend in Brasilien. Den Namen ”Arabica” (Coffea arabica typica) erhielt die Kaffeepflanze durch die Araber, die ihn im 15 Jahrhundert von Südafrika nach Arabien importierten.
Eine Besonderheit dieser Pflanze ist, sie gedeiht nur in Höhenlagen von 600–1800 Metern, deswegen wird der Coffea arabica auch als Hochlandkaffee bezeichnet. Die Pflanze wird bis zu acht Meter hoch, benötigt sehr viel Wasser und ist hitze- und frostempfindlich. Charakteristisch für die Bohne sind die längliche Wuchsform sowie die geschwungene Kerbe in der Mitte. Nach der Ernte werden die Kaffeebohnen nass aufbereitet (Fermentation), dadurch wird der Geschmack noch besser. Diese erlesenen Kaffeebohnen zeichnen sich durch ihr außergewöhnliches Aroma, feine Säure und einen unverwechselbaren Geschmack aus. Der Koffeingehalt ist sehr gering, dadurch ist der Kaffee recht magenschonend. In kleinen Röstbetrieben erhält die Bohne eine besondere Note, indem sie über Buchenholz in kleinen Mengen geröstet wird.
Aus dem Arabica wird nicht nur der normale Filterkaffee hergestellt, sondern auch Arabica-Espresso. Der Unterschied liegt in der längeren Röstung. Dadurch verlieren sie mehr Koffein und Kaffeesäure. Vergleicht man die gleiche Menge Espresso-Pulver mit Filterkaffee-Pulver, so schneidet der Espresso in punkto Koffein und Kaffeesäure besser ab. Der Caffea arabica pur ist normalerweise kein Spitzenreiter, d.h. geschmacklich überzeugt er nicht. Auf die speziellen Mischungen kommt es an, um aus ihm ein exzellentes, genussvolles Getränk zu kreieren. Wichtiger Punkt ist hier eine rotbraune, dichte und feinporige Crema. Bei einer gelungenen Espressomischung spielt die Röstung bzw. die Röstzeit ( 12-18 Minuten )und der Röstgrad eine wichtige Rolle. Bei der heutigen Industrialisierung in den Großröstereien werden Turboröstungen eingesetzt, um größere Mengen in kürzerer Zeit zu rösten. Dies geht natürlich auf Kosten der Qualität.
Fazit: Wer wirklich einen genussvollen Kaffee oder Espresso trinken möchte, sollte ihn über eine Kleinrösterei beziehen.



















